Bausparen

21.08.16, Kim K.:"Durch meinen Bausparvertrag kann ich mir nun ein eigenes Haus leisten, und profitiere von zinsgünstigem Darlehen & Zuschüssen."

 

Bausparen: der erste Schritt ins Eigenheim
"Frau Kieser, wie sieht es denn aus mit Bausparen bei Ihnen?" Irgendwas will er mir doch aufschwatzen dachte ich mir - aber dass ich auch mal ein Eigenheim haben wollen würde, mit Mann, Kind und Garten stimmte schon. Also ließ ich mir das Erzählen, wovor mir als Kind schon gegraust hatte - mit interessanten Erkenntnissen.

Warum bausparen?
In einem Punkt hatte mich Berater überzeugt: Ein Bausparvertrag ist eine feine Sache. So funktionierts: Monatlich werden Beiträge in die Baukasse eingezahlt, entweder zu einer festgelegten Zeit oder aber bis eine bestimmte Gesamtsumme eingezahlt ist. Dass das Geld für die Finanzierung eines Eigenheims gedacht ist, ist von vornherein klar - man kann also schon vorher mit einer realistischen Summe kalkulieren. Sobald die gesteckten Ziele erreicht sind, meist etwa 50% der kalkulierten Gesamtkosten, kann die Summe für das Eigenheim eingesetzt werden. Die Baukasse verpflichtet sich schon zu Vertragsbeginn, die restliche Summe mit einem zinsgünstigen Darlehen zu unterstützen. Und weil Vater Staat es auch gut mit uns meinen will, zahlt dieser mit in Form von Wohnungsbauprämien oder der Arbeitnehmersparzulage. Letztere fördert der Staat mit bis zu 470 EUR jährlich, wenn die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers zu Bausparzwecken verwendet werden.

Bausparen in Niedrigzinszeiten?
Ja, auch dann macht der Bausparvertrag Sinn. Ich bin eigentlich nicht vom Fach, aber so weit kann ich schon denken: Die Zinsen für die gesparte Summe bleibt hinter der aktuellen Inflation zurück, ergo wird das Geld weniger - theoretisch. Wer also unbedingt Gewinn machen möchte, sollte das eigene Kapital vielleicht in Gold anlegen, hier stieg der Kurs gerade zwischen Juni und Juli besonders stark an. Allerdings ist der Bausparvertrag keinen internationalen Mechanismen ausgesetzt, die Kursschwankungen, Börsencrashs oder andere nervenaufreibende Szenarien erzeugen können. Ich für meinen Teil kann gut darauf verzichten. Achja: Auch für Spekulanten und Zocker ist Bausparen denkbar ungeeignet. Es steckt einfach zu viel Vernunft dahinter, für das Eigenheim zu sparen und sich früh ein günstiges Darlehen zu sichern.

Die Qual der Wahl des Anbieters
Den allzu eifrigen Bankberater zu Beginn meiner Ausbildung hat mir damals schlussendlich keinen Bausparvertrag verkaufen können, da habe ich mich - in Papas Begleitung - noch anderswo umgehört und mich beraten lassen. Bei über 50 Anbietern in Deutschland sollte man das meiner Meinung auch tun, nicht alle Anbieter sind lumpenrein oder haben die passenden Angebote. Da gibt es beispielsweise die LBS, die vor allem durch lustige Fernsehwerbungen von sich reden macht. Oder aber Schwäbisch-Hall, die seit 40 Jahren ihren Spar-Fuchs ins Fernsehen schickt, um für das Bausparen zu werben. Der Anbieter ist natürlich nicht egal, aber es kommt doch auf die Konditionen drauf an - das habe ich gemerkt. Kann ich meinen Monatsbeitrag - nach der Ausbildung etwa - an meine neue Einkommenssituation anpassen? Was passiert wenn ich schwanger werde? Ein kompetenter Anbieter sollte da entgegenkommen.

Heute läuft mein Vertrag seit knapp fünf Jahren. Seit ein paar Wochen schauen mein Freund und ich nach einem Fleckchen Land um. Und da er auch einen Bausparvertrag hat, könnte es sogar sein, dass wir uns alsbald ein solches Fleckchen zu Eigen machen können. Mein Sparziel ist auch bald erreicht, ab da an kann ich das angesparte Geld guten Gewissens für die Realisierung des Eigenheims verwenden.

Kim K.

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