Gas

20.08.16, Ronja R.: Erst eine finanzielle Notlage hat mich dazu gebracht, mir einen neuen Anbieter für Gas zu suchen. Dadurch spare ich jetzt viel Geld.

 

Lohnt sich der Vergleich von Gasanbietern?

So funktionierte mein Wechsel zu preiswertem Gas
Not macht erfinderisch. An diese Redewendung habe ich in den letzten Monaten häufig gedacht. Der Markt für Gas Anbieter hat sich geöffnet, Verbraucher können nun frei Ihren Anbieter wählen. Somit besteht die Möglichkeit mit dem richtigen Wechsel Geld zu sparen.Wenn es in diesem Fall auch nicht zu 100 % zutrifft, so hat mich aber erst eine finanzielle Notlage dazu gebracht, mir einen neuen Anbieter für Gas zu suchen. Aber ich fange mal ganz von vorne an. Bis vor zwei Jahren ging ich in meinem Job auf und mein Mann und ich konnten mit zwei Gehältern gut leben. Bis dann mein Zusammenbruch kam und ich von heute auf morgen Rentnerin wurde. Wir mussten mal eben so auf mehr als 1000,- EUR verzichten. Das ist schwer und zunächst dachten wir, dass wir aus unserem Zuhause ausziehen müssen. In meiner Verzweiflung setzte ich mich hin und rechnete zusammen, was wir jeden Monat an Energiekosten aufbringen. Vorher interessierte mich nur, dass das Gas zum Kochen und Heizen stets vorhanden war. Auch das Heizen des Wassers läuft bei uns über den Gasanschluss.

Ein Vergleichsportal half mir bei meiner Suche nach günstigem Gas
Der genaue Blick auf unsere Gasabrechnung zeigte mir, dass wir 200,- EUR im Monat zu bezahlen hatten. Das war eindeutig zu viel. Doch, wie konnten wir das ändern? Sollte ich gezwungen sein weniger zu kochen? Wollten wir im Winter nur noch mit dicken Jacken durch die Wohnung laufen? Nein, eine andere Lösung musste her. Ich setzte mich an den PC und gab nur das Wort Gas ein. Innerhalb weniger Sekunden fand ich eine Seite, die auf die Möglichkeit hinwies, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Am Anfang war ich zwar sehr skeptisch, besuchte aber dann trotzdem ein sogenanntes Vergleichsportal. Dort gab ich unsere Postleitzahl und unseren jährlichen Verbrauch ein. Die Berechnung ließ mich nur noch staunen. Wir konnten bei einem Anbieterwechsel doch tatsächlich fast 1000,- EUR sparen. Die Freude, die ich beim Betrachten der Zahlen empfand, kann kaum jemand nachvollziehen. Eine Sache war für mich sehr wichtig. Meine Bedenken, dass wir durch den Wechsel eventuelle ohne Gas dastehen würden, waren haltlos. Der Gesetzgeber bestimmte, dass wir Verbraucher ein Recht auf die Lieferung haben und diese notfalls auch noch vom alten Lieferanten zu erfolgen hat.

So sparten wir viel Geld
Vor lauter Aufregung konnte ich gar nicht so schnell tippen, wie meine Gedanken davoneilten. Aber jetzt zeige ich Euch erst einmal die Vergleichsrechnung:
Beim damaligen Gaslieferanten zahlten wir für 35.000 kWh 2.204,-EUR im Jahr.
Der neue Anbieter liefert uns das Gas für 1.331,-EUR im Jahr.

Und um in den Genuss dieser Ersparnis zu kommen, mussten wir uns in keiner Weise einschränken. Besser geht es wirklich nicht. Vor dem endgültigen Wechsel war mir wichtig, auch auf das Kleingedruckte zu achten. Da ich Planungssicherheit brauchte, wollte ich, dass der Anbieter mir eine eingeschränkte Preisgarantie für mindestens ein Jahr geben konnte. Eingeschränkt heißt in dem Fall, dass die Garantie nicht für die Erhöhung der Mehrwertsteuer und anderer Abgaben gilt. Lieferanten, die eine Kaution oder Vorauszahlung verlangen, kamen für mich nicht in Frage. Nach diesen Kriterien suchte ich dann den neuen Vertragspartner für uns aus.
In den meisten Fällen kündigt der künftige Anbieter den vorhandenen Vertrag. Das kann er nicht in jedem Fall, da bei einem Sonderkündigungsrecht die Frist so gering ist, dass ich dann selber kündigen müsste. Dieses Recht besteht bei Erhöhung und Umzug. Ich füllte also die Vertragsunterlagen mit privaten Angaben und Verbrauch des letzten Jahres aus und schickte sie per Knopfdruck weg. Nur wenige Tage später kam die schriftliche Bestätigung mit dem Hinweis, ab wann der neue Vertrag seine Gültigkeit hat. Wichtig ist hier, dass Sie bis zu dem Zeitpunkt von Ihrem Widerspruchsrecht gebrauch machen können. Sollte es also dazu kommen, dass Sie Ihr Gas doch weiter vom momentanen Vertragspartner haben möchten, reichen Sie den Widerspruch schriftlich ein.

Mit einem Paket Kosten sparen
Ein sehr interessantes Angebot gibt es in Form eines Gaspaketes. Das funktioniert so: Sie kaufen im Voraus die Menge an kWh ein, die dem Verbrauch der letzten Jahre entspricht. Anbieter honorieren dies mit besonders niedrigen Preisen. Haben Sie für über 100 kWh zuviel gezahlt, bekommen Sie den Betrag bei der Jahresrechnung erstattet. Sollten Sie mehr verbraucht haben, dann müssen Sie nachzahlen und der Preis liegt dann wesentlich höher als der ursprüngliche. Sicher, wir hätten mit diesem Paket für Gas noch mehr sparen können. Die Nachteile waren mir dann aber doch zu deutlich.

 

Ronja R.  

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